Kolping Neukirch Facebook Seite Seite drucken

Theater


Ein Engel namens Blasuis Ein Engel namens Blasuis Der Meisterboxer Lumpazivagabundus Junggesellensteuer Die Duldnerin von Siegfriedsburg

Das Theater der Kolpingsfamilie

Seit nun schon über 50 Jahren gehört es zur Tradition der Neukircher, in den Tagen zwischen Weihnachten und Dreikönig, das Theater der Kolpingsfamilie zu besuchen.
Erstmals nach dem Kriege trat die Kolpingsfamilie anlässlich einer Weihnachtsfeier am Stefanstag 1947 im großen Saal des Gasthauses "zum Hirsch" (das heutige Landhaus Köhle) mit dem Volksstück "Peter Lindt" oder "Der schwarze Herrgott" an das Licht der Öffentlichkeit.
Somit konnte im Jahre 1997, mit der Auffürung des Klassikers "Mädel aus der Vorstadt" das 50-jährige Theaterjubiläum gefeiert werden.

Alljährlich, schon geraume Zeit vor Beginn der Theatersaison, gibt es oft heiße Diskussionen, welches Stück zu spielen sei, welches beim Publikum besser ankommt und der Vereinskasse zuträglicher sei, wohl wissend, dass das Theater einer Kolpingsfamilie nicht nur der leichten Unterhaltung dienen, sondern auch stets ein gewisses Niveau haben sollte. Vor Weihnachten, meist Mitte November, startet die Saison. Für die Spieler mit den ersten Leseproben und für die Kulissenbauer mit dem Aufbau der Bühne.

Während in den ersten Jahren eher tragische Spiele aufgeführt wurden, bevorzugte der Verein später, dem Wunsch des Publikums folgend, immer mehr die Lustpiele.
Mit "Die Mausefall" wagte sich die Kolpingsfamilie an ein weltbekanntes Kriminalstück von Agatha Christie und auch das berühmte Verwechslungsstück "Charleys Tante" stand dem, von Peter Alexander so schön in Szene gesetzten Film, in Nichts nach.

Zwischen durch sah man immerwieder die einfachen und lebensnahen, aber ganz sicher nicht weniger lustigen Stücke. Wo der Bürgermeister noch den größten Bauernhof hat, der Nachbar seinen Grund und Boden verteidigt oder das junge Madl den Mannsbildern den Kopf verdreht. Theater in denen ein breit- schwäbischer Dialekt nicht fehlen durfte, so wie es bei uns auf dem Land eben zugeht.

Das mit 22 Spielern und 7 Bildern, sicherlich aufwändigste Theater, war das 2007/08 aufgeführte Stück "Die beiden Nachtwandler" sowie das 1984/85 aufgeführte "Lumpazivagabundus" mit 20 Spielern und 5 Bühnenbildern. Dieses zählt bis heute zu den besten Stücken der Kolpingsfamilie.

Nur wer selbst schon beim Theater mitgeholfen hat, kann erahnen, wie viel Zeitaufwand, Arbeit und Mühen jedes Jahr, von der Auswahl des Stückes bis zum Abbau der Bühne verbunden sind.
Zum Dank an die vielen Helfer endet jede Theatersaison mit einem gemeinsamen Theaterabschluss in ein einem Neukircher Gasthaus.



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